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Titel verteidigt!

Juniorinnen U23 1 - Michelle Morand 08.04.2019

VBC Münchenbuchsee - VBC Thun 3:1 (20:25, 25:23, 25:20, 25:21)

 

Am Samstag wartete das vierte Duell gegen ein Thuner Team in dieser Saison auf uns. Das ganze im Rahmen des Finale im Kantonalcup. Im Halbfinal erhielten wir mit der U23 2 aus Thun einen Vorgeschmak auf deren Cupstärke und konnten uns so in den letzten drei Wochen nach Saisonende auf das U23 1 Team vorbereiten.

Gestartet hat das Wochenende am Freitagabend bei einem gemütlichen Pasta-Plausch bei Corina zu Hause. Die Spaghetti haben uns mit den feinen selbst gemachten Saucen gestärkt und auch ein Dessert durfte für die seelische Zufriedenheit und eine gute Nacht vor dem Ernstkampf nicht fehlen. Gemeinsam haben wir noch jegliche abergläubische Szenarien ausgedacht und was uns diese Saison schon mehr oder weniger Glück gebracht hatte. Doch wir beschlossen, uns nicht allzufest auf das zu verlassen, sonst dürfte uns Corina nicht mehr viel sagen in den Time-Outs.

Am Samstag trafen wir um 10.30 Uhr mit einem beidbeinigen Sprung über die Türschwelle (von wegen Aberglaueb beiseite lassen) in der Weissensteinhalle ein. Ausgestattet mit den neuen Shirts und mental nach unserem Lied voll fokussiert betraten wir die riesige Halle. Das Einspielen klappte, dazwischen wurde einmal noch ein Teamfoto gemacht und dann gings ans Einschlagen. Unsere Fantribüne war bereits gut besetzt und unsere Nervosität war deutlich spürbar.

So starteten wir auch verhalten in den ersten Satz. Schwächen in der Annahme und ohne Druck im Angriff konnten wir die Thunerinnen nie bedrängen. Sie spielten ihr Spiel souverän und liessen uns schnell einige Punkte im Hintertreffen. Unsere Time-Outs bei 11:18 und 18:23 nützten zwar, dass wir von nun an mithalten konnten, doch zum Aufholen war es längst zu spät.

Doch wir waren keineswegs gebremst von unserem Fehlstart. Wie die Kanone legten wir los als hätten wir erst gelernt, wie das überhaupt geht. Die Thuner nahmen beide Time-Outs früh bei 1:5 und 12:6. Später waren dann auch wir gezwungen und wieder mehr für die Punkte zu bemühen. Denn die Thuner Mittespielerin entwickelte sich zu einer starken Blockwaffe und unser Soutien war häufig am falschen Ort. Doch wir behielten die Nerven und konnten unter anderem Dank viel Druck im Service den Satz für uns entscheiden.

Der dritte Satz war sehr ausgeglichen und langsam war das Spiel auch für die Zuschauer interessanter, da alle Spielrinnen zu ihrer gewohnten Stärke gefunden hatten. Wir spielten schöne Punkte heraus und servierten nach wie vor druckvoll. Einzig die Annahme wollte manchmal noch immer nicht wie sie sollte. Durch gute Pässe und cleveren Angriffen kompensierten wir dies aber problemlos. Der Satz ging mit 25:20 an Buchsi und wir waren nun 2:1 voraus.

Der Hexenkessel brodelte immer lauter, unsere Fans und die Ersatzbank gab vollgas und auf dem Feld kämpften wir um jeden Ball. Spektakuläre Rettungsaktionen und kräftige Punkte liessen die Thunerinnen immer mehr verzweifeln. Sie gaben sich aber kämpferisch und schlossen gegen den Schluss wieder näher an uns auf. Wie wir sind, brauchten wir drei Satzbällte, bis wir es schafften, die Titelverteidigung ins Trockene zu bringen.

Danach folgte die Siegerehrung und wir bekamen unseren Pokal wieder. Genau wie es Corina am Morgen dem Organisator versprochen hat "Dä nähmemer hütt Abe wieder hei", haben wir unsere Pflicht erfüllt. Wir danken allen Buchsi-Fans, die uns an diesem herrlichen Frühlingstag in der Halle unterstützt haben. Es het gfägt so z'siple!

Nun verabschieden auch wir uns definitiv in die Frühlingspause. Bis bald!

Etappa!